Was ist Yoga?

Der Yoga – das Wort kommt aus dem Sanskrit, der altindischen Hochsprache, in der „yui“ verbinden (wie im Wort „Jockey“ verborgen), anschirren, zusammenbinden, bedeutet. Die Deutung des Wortes „Yoga“ ist „Einheit“ erlangen, des „In-Einklang-Kommens“ mit sich und der Welt.

Yoga?….mehr  als Gymnastik ?

Im engeren Sinne bedeutet Yoga sich der alles verbindenden Energie bewusst zu werden, die Jedem und Allem innewohnt („Alle Materie ist Energie.“ – Albert Einstein) und Leben und Tun erst möglich macht, um auf dieser Basis zu innerem Frieden zu gelangen. Frieden, der von innen wächst. So kann Yoga in einem selbst und außerhalb der Person Frieden kultivieren.

Yoga – mehr  als Gymnastik !

Geschichte

Yoga wird erstmals vor etwa 2500 Jahren in Indien schriftlich erwähnt, wurde kultiviert und fortentwickelt und findet seit 1890 zunehmende Verbreitung im europäischen Raum. Es lassen sich entsprechend den menschlichen Fähigkeiten und Neigungen verschiedene Yoga-Wege beschreiten.

Rajayoga und Hathayoga

Ein Weg davon ist Rajayoga – ein mehr geistig orientierter Weg, aus dem der Hathayoga hervorgegangen ist. Hathayoga – mehr körperlich angelegt – wird mit unterschiedlichen Schwerpunkten, je nach Schule bzw. Stil auch nuanciert vermittelt. Yoga als Lehre, Methode und Weg vereint umfassend uraltes Wissen. Yoga lehrt, Körper, Atem und Geist zusammenzuführen.

Warum YOGA üben?

Körperliches Unwohlsein, Bedrückung, Entmutigung, Ängste, Hyperaktivität, Abhängigkeiten oder Abgeschlagenheit und Krankheit sind  Zeichen  dafür, dass das Zusammenspiel von Leib, Seele und Geist nicht im Einklang ist. Die Yoga-Praktiken sind ein richtiger Weg, eine Schieflage unserer inneren und damit auch unsere äußeren Verhältnisse wieder wohltuend zu beseitigen.

Mit dem allumfassenden Wissen des Yoga ist es möglich, die stete konfliktreiche Auseinandersetzung  zwischen Mensch-Mensch und Mensch-Umwelt abzumildern oder gar zu überwinden. Diese Auseinandersetzung kann Formen annehmen, die  immer dann bewusst werden, wenn das Leben nicht derart abläuft, wie man es gerne hätte. Dann entstehen u.a. Spannungen und Stresssymptome,  die einem zusetzen und sich als habituelle Tonusfixierungen   (= Dauerverspannungen) am Körper  und als Unausgeglichenheit, Überaktivität und Unkonzentriertheit oder als drohenden Verlust des Lebensmutes und Vernachlässigung des eigenen Wesens nachweisen lassen.

Kunst des Lebens

Mit Offenheit, Geduld, Mühe und Ausdauer verwirklicht Yoga letztlich eine vormals kaum wahrnehmbare innere Forderung, sich zu entwickeln, sein Wesen zu bemeistern und die Kunst des Lebens zu erlangen.

Yoga kann dem Menschen zur Entwicklung verhelfen und ihn verändern, sofern er bereit ist, sich zu entwickeln, d.h. sich zu verändern, sein ganzes Potential zu erschließen, um es im Alltag nutzbar zu machen.

Dies setzt allerdings voraus zu wissen, wie der Yoga arbeitet und auf den Menschen wirkt. Wirksame Praxis kann jedoch vorerst auch Unbehagen verursachen, weil   – je nach Lehrinhalten – sowohl die körperliche Beanspruchung, ja allein das Körpertraining eine Anforderung darstellt und mental ein altes Selbstverständnis durch ein neues umfänglicheres ersetzt wird.

Begleitende Hilfestellung

Nicht von ungefähr wurden seit altersher deshalb Rückzugsmöglichkeiten genutzt. Z.B. das Himalayagebirge. Doch nicht jeder Mensch kann sich mal von heut auf morgen von seinen Lebensumständen sofort lösen. Deshalb sind solche Rückzugsmöglichkeiten vor Ort an einem Übungsplatz mit Gleichgesinnten in einem Yogakurs eine abgewandelte Möglichkeit, die (psycho-physische) Umstellung unter direkter Anleitung zu beginnen und fortzuführen. Allerdings nur dann, wenn der Einzelne der Yogapraxis für das eigene Leben Positives abgewinnen kann. D.h. ihm, dem Übenden, sollte selbst daran gelegen sein, die leidvollen Momente im eigenen Leben zum Abklingen zu bringen und die für das Leidvolle verantwortliche Energie umzuwandeln.

Daher bedarf man auch begleitender Hilfen. Insbesondere in Umstellungsphasen, die krisenählich verlaufen können

Zum umfassenden Yoga zählen u.a.

Asanas (Körperhaltung)

Pranayama (Atemübung)

Rajayoga (Meditation)

 

 

 

 

 

 

Yoga – Wirkungen

Mittlerweile liegen unzählige Studien zur Wirksamkeit von Hatha-Yoga vor.

Nachweislich sind die Praktiken gut für die individuelle Fitness: der (Hatha-)Yoga bringt Beweglichkeit, Ausdauer, kräftigt und strafft ganz allgemein den Körper (Haut, Muskulatur, Sehnen, Bänder, Gelenke). Wirkung für einen gesunden  Rücken wie in der Physiotherapie. Yoga verbessert die physische und psychische Gleichgewichtsfähigkeit, die Atmung und schafft innere Ruhe, wirkt auch Depression entgegen.

Wirkung auf innere Organe wie Physiotherapie und Osteopathie

Eine besondere Wirkung liegt in der Organoptimierung. Degenerationsprozesse lassen sich am besten über die Beinflussung der inneren Organe vermindern. Es werden die Organe wie Lunge, Magen, Leber, Nieren, Milz, Darm, Bauchspeicheldrüse, Schilddrüse, Gallenblöase, Uterus, Blase gedrückt, gestaucht, verwrungen und es werden die Fascien gezogen und verschoben.

mehr zu Yoga-Wirkungen

Aufmerksamkeit, Konzentration, Meditation und Mentaltraining

Yoga ist jedoch allein durch Meditation auch Mentaltraining und schult den Geist, die Aufmerksamkeit und die Konzentrationsfähigkeit. Auch die Konzentrationsausdauer. Die Aufmerksamkeit zuerst hinsichtlich der Körperwahrnehmung. Doch zeichnet dies auch Sportler der technisch-kompositorischen Sportarten aus. Der Unterschied zu jener aufgabenbezogenen auf einen Wettkampf ausgerichteten sportlichen Fähigkeit wird der gewünschte Effekt auf den Alltag übertragen. Auf den Alltag übertragen ist Achtsamkeit und Aufmerksamkeit eine wichtige Voraussetzung für die Navigation durchs Leben. Später läßt sich die Aufmerksamkeit als Achtsamkeit besser im Raum auf uns selbst und die Umgebung und den Mitmenschen verteilen.

Medikamentenmißbrauch vorbeugen

Vermeidet die Überzüchtung des Leibes durch Fremdmittel! Es geht um die behutsam aber mit Nachdruck eingeforderten Eigenleistung des Körpers. Yoga fördert die Akzeptanz des eigenen Wesens und trägt zur geistigen Entwicklung bei. Die Sicht auf die Welt und deren Prozesse verändert sich zunehmend. Verbesserung der (optischen) Körperlichkeit – oder die schon immer dagewesene Wirkung auf Fascien ist im Yoga angenehmer und dankbar angenommener Beigewinn nicht letztes Ziel.

Yoga-Praktiken ein Weg

  • für Klarheit und innere Ruhe
  • für das Herz
  • für die Achtsamkeit und Konzentration
  • für den Rücken
  • für Heilung bei Erkrankung
  • für die Atmung
  • für körperliche Fitness
  • für Mut & ehrliches Miteinander
  • für innere Zufriedenheit und Zuversicht
  • für gewaltfreie Lebensgemeinschaften
  • für Komplimentärmedizin
  • für Überwindung von schädlichen Abhängigkeiten von Drogen, Alkohol und sedierender oder stimulierender Selbstmedikation
  • für Palliativmedizin

eine Schieflage unserer inneren und äußeren Verhältnisse zu beseitigen

Asana und persönliche Konstitution

Das Asana wirkt auch über den Rücken, die Muskeln, die Gelenke, das Körperliche hinaus ins Psychologische und Geistige. Jeder Mensch muss für sich ohne Selbstbetrug entsprechend seiner Konstitution und seiner Anlagen die Gleichgewichtpunkte für die leib-seelisch-geistige Einheit finden.

Achtsamkeit, Ausdauer, Kraft und Stabilität für den Rücken und die Muskulatur und auch Mühe müssen sich vor allem im Üben zeigen. Ansonsten können sie nicht auf Anderes übertragen werden.

Yoga vordert auch heraus und ist zuweilen mit Mühe und Anstrengung verbunden. Hatha bedeutet eben auch Mühe.

      So  verhilft  Yoga  zu  Gesundheit,

      innerer Klarheit,  mehr Zufriedenheit 

      und  Zuversicht.

 Für die Interessen am Yoga 
lassen sich zwei Sichtweisen darstellen:

eine pragmatisch-weltliche

zur besseren Lebensbewältigung

sowie die energetisch-spirituelle.

Der achtstufige (Ashtanga) „YOGA-Weg“ umfasst beide Sehweisen.

Mehr dazu in den Vorträgen der Yogakurse.

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